• Live: BABYLOVE AND THE VAN DANGOS (Dänemark)
     
      http://www.eburg.de/events/2012/05/18/live-babylove-and-the-van-dangos-daenemark/
  • Eburg-Startbanner Allerheiligenkirchen-Blick
     
      http://www.eburg.de/was/events/

Wiesel – Freiraum steht allen Studierenden offen

» 14 Mai 2012 » In Blog » Ein Kommentar

Der Wiesel-Freiraum soll ein Ort sein, an dem sich vor allem Studierende ohne das gastronomische Angebot des Steinhaus nutzen zu müssen, aber mit einem attraktiven Sitzplatzangebot versehen in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im Hof der Engelsburg aufhalten können. Sie können dort einen Kaffee oder Tee für nur 1 € aus dem Wiesel heraus bekommen. Auch ein kleines Sortiment von günstigen alkoholfreien Getränken wird zur Verfügung stehen. Die Preise orientieren sich nicht an einer gastronomischen Kalkulation, sondern lediglich an der  Kostendeckung. Es wird auch möglich sein, dass man sich seine Getränke mitbringen kann.

Der Wiesel-Freiraum umfasst den gesamten unteren Bereich des Hofes und ist in der o.g. Nutzungszeit nicht Bestandteil des Biergartens der Engelsburg. Nach 18 Uhr und am Wochenende steht er jedoch diesem zur Verfügung.

Im Wiesel-Freiraum wird Internet per WLAN über Eduroam für Studenten der Thüringer Hochschulen kostenfrei  verfügbar sein. Ausreichend Steckdosen sind ebenfalls vorhanden.

Neben dem Angebot im Hof der Engelsburg wird es ab Mitte Mai möglich sein, den Vortragsraum neben dem Café DuckDich für Studierende nach unkomplizierter Voranmeldung als Seminar- und Projektbearbeitungsraum kostenfrei zu nutzen. Somit wollen das Wieselteam und die Engelsburg auf die immer schwierigere Raumsituation in den Erfurter Hochschulen reagieren. Langfristig ist angedacht, dass dort auch ausgelagerte Seminare der Hochschulen stattfinden können.

Bei Fragen wendet Euch bitte an das Wieselteam unter 0361 – 2 44 77 128 oder info@wiesel-erfurt.de

Weiterlesen...

Tags:, , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hochschulstraßenfest am 12. Mai steht bevor

» 08 Mai 2012 » In Blog » Keine Kommentare

Im Herzen der Erfurter Altstadt findet am 12. Mai 2012 das 22. Hochschulstraßenfest statt. Organisiert vom Studentenzentrum Engelsburg e.V.  mit Unterstützung der Universität und Fachhochschule, dem Studentenwerk Thüringen und der Stadt Erfurt hält Studentenleben und Studentenkultur Einzug in das Lateinische Viertel zwischen Domplatz und Krämerbrücke. In der Allerheiligenstraße, der Turniergasse und in den Höfen der Engelsburg und des ehemaligen Gesundheitsamtes gewähren Informations- und Aktionsstände der Hochschulen, Fachschaften und studentischen Organisationen Einblicke in Studieninhalte und Hochschulalltag. Und ganz neu in diesem Jahr auf einer extra Bühne unser Open College auf dem Fischmarkt mit verschiedenen Mini-Vorlesungen.

Von 13 bis 23 Uhr gibt’s ein buntes Programm. Auf zwei Bühnen sorgen verschiedenste Livebands für musikalische Unterhaltung. Von Folk-Weltmusik über HipHop-Reggaefusion bis  a_capella_Rockabilly und Mittelalter-Rock-Show ist ganz sicher für Jeden etwas dabei. Theaterperformances, Trommelgruppen und Capoeira sorgen auf den Straßen für Vergnügen.

Und langweilig wird es bestimmt auch den kleinsten Besuchern nicht. In einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Studentenzentrum, dem Studentenwerk, den Hochschulen und den praktisch in diesem Bereich angesiedelten Studiengängen wird es auf dem Hof des Gesundheitsamtes ein umfangreiches Angebot für Kinder aller Altersklassen geben. Hier entsteht von 13 bis 18 Uhr Raum zum sportlichen Auspowern bei Spielen, Fertigkeiten schulen beim Basteln, entspannen in der Märchenecke oder verzaubern lassen beim Schminken.

Wenn es dann zu dämmern beginnt und in den Innenhöfen der Altstadt Gemütlichkeit einkehrt, bieten wir ein ganz besonderes Highlight, eine einmalige Kurzfilmnacht im Hof des ehemaligen Gesundheitsamtes. Ein perfekter Ausklang eines erlebnisreichen Tages für die ganze Familie!

nähere Infos findet Ihr unter: www.hsf.eburg.de

Weiterlesen...

Tags:, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

5 Fragen aus der Engelsburg an Andreas Bausewein (SPD)

» 19 April 2012 » In 5 Fragen aus der Engelsburg, Allgemeines, Blog » Keine Kommentare

Andreas Bausewein | SPD

Andreas Bausewein | SPD

Zur Info:
Wir haben für die Wahl zum Oberbürgermeister am 22. April alle sieben Kandidaten angeschrieben und fünf Fragen zu, unserer Meinung nach, studentenrelevanten Themen gestellt, die wir jetzt peu à peu veröffentlichen.

Zum Schluss stellt sich der amtierende OB Andreas Bausewein (SPD) unseren Fragen:

1. Preiswerter Wohnraum für Studenten ist in Erfurt sehr rar geworden. Die Mietpreise sind auf Grund der erhöhten Nachfrage angestiegen. Wie stehen Sie dazu und gibt es von Ihrer Seite aus Bestrebungen, das in Zukunft zu ändern?

Andreas Bausewein: Ich bin mir der aktuellen Situation auf dem Erfurter Wohnungsmarkt durchaus bewusst. Nur so viel vorweg: Die Einflussmöglichkeiten eines Oberbürgermeisters auf die Miet- insbesondere aber Mietnebenkosten sind äußerst gering.

Eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner Amtszeit war die Entscheidung zum Teilverkauf der KoWo. Das Kommunale Wohnungsunternehmen stand kurz vor der Insolvenz. Durch den Verkauf von gut 5000 Wohnungen und die Zuführung des Verkaufserlöses in die KoWo wurde diese wieder handlungsfähig und war in der Lage, in ihren Bestand zu investieren. 2010 waren es 11,5 Millionen Euro, im vergangenen Jahr 17 Millionen Euro und in diesem Jahr werden es sogar 36 Millionen Euro sein. Die KoWo investiert hauptsächlich in die energetische Sanierung ihrer Häuser, wodurch die Mietnebenkosten gesenkt werden.
Der Ruf der KoWo hat sich in den vergangenen Jahren maßgeblich verbessert. Die Leerstandsquote ist mit 1,8 Prozent so niedrig wie noch nie. Doch was auf der einen Seite von dem großen Erfolg dieses kommunalen Unternehmens zeugt, spiegelt auf der anderen auch ein Dilemma wider: Wir haben in Erfurt derzeit zu wenig preiswerten Wohnraum, wodurch bspw. auch das WG-Projekt der KoWo, das auch Studierende genutzt haben, auf ein Mindestmaß zurückgefahren wurde.
Aufgrund der erfreulich hohen Zahl an Zuzügen, insbesondere auch junger Menschen, und der steigenden Geburtenzahlen ist Wohnraum knapp. Einen Vorteil hat die derzeitige Situation: Es wird viel investiert, sowohl in Neubauten als auch in die Sanierung von Altbauten. Allerdings ist dieser Wohnraum selten preiswert.
Darum ist es mein Wunsch und Ziel, den mehrgeschossigen Mietwohnungsbau zu stärken und durchschnittlich 25 Prozent aller neu ausgewiesenen Bauflächen als solchen auszuweisen, vorzugsweise für den sozialen Wohnungsbau. Soweit möglich, werde ich meinen Einfluss auf die KoWo auch zukünftig dahingehend geltend machen, dass sie auch Angebote für junge Menschen und Familien bereithält.

 

2. Dieses Jahr wurde der einmalige Studienzuschuss mit sofortiger Wirkung vom Stadtrat aufgehoben. Das war ein zusätzlicher Anreiz für nicht aus Erfurt stammende Studenten, ihren Hauptwohnsitz in Erfurt anzumelden. Das Stadtmarketing Erfurt (die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH) wirbt mit dem Slogan “Hochschule findet Stadt”. Außerdem sind in Erfurt gemeldete Studenten für die Kommunalwahlen berechtigt. Wie stehen Sie dazu und würden Sie diesen Zuschuss wieder einführen?

Andreas Bausewein: Der Studienzuschuss wurde nicht gestrichen, weil ihn die Verwaltung und der Stadtrat für überflüssig befinden, sondern weil wir aufgrund der Kürzung der Mittelzuweisungen der Landesregierung ein Haushaltsdefizit von fast 20 Millionen Euro verkraften mussten und damit verpflichtet waren, einen Nachtragshaushalt aufzustellen.

Im Rahmen der Nachtragserarbeitung und -beratung wurden alle Ausgaben und Einnahmen der Stadt auf den Prüfstand gestellt. Nur aufgrund der Anhebung der Steuersätze und der Reduzierung der Ausgaben konnte es uns gelingen, den Haushalt auszugleichen. Der einmalige Studienzuschuss war eine der Ausgaben, die im Rahmen der Erstellung des Nachtragshaushaltes per Stadtratsbeschluss gekürzt wurden.

Es stimmt, dass der Zuschuss ein zusätzlicher Anreiz für die Wahl des Studienstandortes Erfurt ist, allerdings dürfte der Zuschuss allein nicht ausschlaggebend sein. Erfurt hat sich als Hochschulstadt gemausert und genießt überregional einen guten Ruf. Insofern glaube ich, dass der Zuschuss nicht standortentscheidend ist. Sofern es der Stadt finanziell wieder besser geht, bin ich durchaus für die Wiedereinführung des Zuschusses, allerdings ist hierzu auch das Okay des Stadtrates erforderlich.

 

 

3. Viele Studenten sind mit dem Fahrrad unterwegs. Nun gilt Erfurt immer noch als sehr “Fahrradunfreundlich”. Radwege sind Mangelware und werden sogar teilweise von Autos zugeparkt. Welche Pläne verfolgen Sie in der Hinsicht und fahren Sie selbst Rad in Erfurt?

Andreas Bausewein: Ich fahre Rad, auch in Erfurt, allerdings nicht so häufig. Die Radwegesituation in Erfurt ist tatsächlich nicht optimal, aber was viele nicht wissen ist, dass sich das Radwegenetz seit 1990 mehr als vervierfacht hat (von 44 auf über 200 Kilometer), allein im vergangenen Jahr wurden fünf Radwege realisiert.

Dennoch muss bei zukünftigen Straßenbauprojekten der Ausbau des Radwegenetzes weiter forciert werden, denn es gibt nach wie vor zahlreiche Lücken, die es zu schließen gilt. So setzen wir das Erfurter Radverkehrskonzept im Rahmen komplexer Baumaßnahmen schrittweise – aber kontinuierlich – um.

Während die Fachhochschule recht gut angebunden ist, ist die Anbindung vieler Ortsteile und der Universität mangelhaft. Mit der Neustrukturierung des Verkehrsraums in der Nordhäuser Straße soll das Problem der Anbindung der Uni angegangen werden. Hier ist also ein Ende in Sicht.

Auch in der Innenstadt wird es Veränderungen geben. Derzeit wird das Verkehrskonzept, Teil Radverkehr, überarbeitet – in enger Zusammenarbeit mit dem ADFC. Die Innenstadt soll für Radfahrer zukünftig nicht nur gut erreichbar, sondern auch querbar sein. So sieht das Konzept u. a. vor, dass an allen Hauptverkehrsstraßen, die noch keine Radverkehrsanlagen haben, Maßnahmen zur Sicherung des Radverkehrs ergriffen werden; dass noch mehr Einbahnstraßen in Gegenrichtung freigegeben werden; dass das sog. Fahradabstellanlagenprogramm überprüft und fortgeführt wird und dass innerhalb der Innenstadt sog. Vorzugsrouten für den Radverkehr ausgewiesen und dementsprechend aufbereitet werden.

 

4. Das SZ Engelsburg e.V. bietet den Studenten eine Reihe verschiedenster kultureller Angebote. Die Palette reicht von Parties, Konzerte über Lesungen, Theater und auch Kinoabende. Für fast alle Veranstaltungen bezahlen Studierende einen ermäßigten Preis oder sogar gar keinen Eintritt. Wie würden Sie studentische Kultur fördern und haben Sie konkrete Ideen, wie Sie das kulturelle Angebot Erfurts bereichern können?

Andreas Bausewein: Die freie Kultur- und Jugendarbeit bildet ein wichtiges Fundament unserer Stadtgesellschaft – und hier rede ich über eine Kulturarbeit, die über den Bereich der studentischen Kultur hinausgeht. Nur wenn wir Selbstorganisation zulassen, können sich junge Menschen erproben und auch eigene kreative Beiträge leisten. Ich setze mich auch weiter dafür ein, dass in Erfurt Trägervielfalt herrschen kann, die ich im Sinne einer gelingenden Demokratie für unverzichtbar halte.

Für Initiativen direkt im Kulturbereich stehe ich für die Erhaltung von Förder- und Beratungsmöglichkeiten in der Kulturdirektion. Über die Breitenkulturförderung haben junge Menschen hier die Chance, Projekte durchzuführen und damit auch Unterstützung bei der Finanzierung eigener Organisationsstrukturen zu erhalten.

Manchmal wichtiger als eine direkte Förderung ist jedoch die Vermittlung von Knowhow oder auch die Hilfe bei Problemen mit unterschiedlichen Ämtern, etwa wenn es um die Durchführung von Veranstaltungen geht. Hier setze ich mich dafür ein, dass die in meiner Amtszeit geschaffene Personalstelle einer Kulturlotsin weitergeführt wird und genau diese Aufgaben wahrnehmen kann. Sie kennt und vernetzt die Szenen der Jugendkultur und unterstützt beim Ausbau eigener Trägerschaftsmodelle. Ich möchte, dass die öffentliche Verwaltung nicht nur reagiert, wenn Probleme entstehen, sondern im Dialog mit jungen Menschen Räume schafft, die angenommen und eigenverantwortlich ausgestaltet werden. In diesem Sinne bin ich auch aufgeschlossen für Vorschläge und Konzepte, die zur Gründung einer soziokulturellen Einrichtung in Erfurt führen können, denn eine Stadt dieser Größe und Funktion braucht alternative und/oder studentische Kulturorte. Aber auch für alle bestehenden und sich weiterentwickelnden Initiativen gilt: Unterstützung durch kommunale Einrichtungen ist Pflicht, denn wir leben nicht nebeneinander, sondern miteinander. Nur so wächst der intergenerationelle Kulturdialog und entwickelt sich Kultur in dieser Stadt weiter.

 

5. Die Stadt Weimar erhebt eine Kulturförderabgabe für Eintrittsentgelte. Diese beträgt bei einem Eintrittspreis von bis zu 15,00€ pro Karte 0,50€, die dann auf die Gäste umgelegt werden. Verfolgen Sie die Absicht, ähnliches auch in Erfurt einzuführen?

Andreas Bausewein: Nein.

Das Wahlprogramm von Andreas Bausewein.

Webseite von Andreas Bausewein: www.ob-bausewein.de


5 Fragen aus der Engelsburg an:

Peter Brückner | Die Piraten | Vö 29.3.2012
Dr. Gerd Stübner | Freie Wähler e.V. | Vö 3.4.2012
Michael Menzel | Die Linke | Vö 5.4.2012
Thomas L. Kemmerich | FDP | Vö 10.4.2012
Kathrin Hoyer | Bündnis 90/Die Grünen | Vö 12.4.2012
Michael Panse | CDU | Vö 17.4.2012
Andreas Bausewein | SPD | Vö 19.4.2012

Weiterlesen...

Tags:, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

5 Fragen aus der Engelsburg an Michael Panse (CDU)

» 17 April 2012 » In 5 Fragen aus der Engelsburg, Allgemeines, Blog » Keine Kommentare

Michael Panse | CDU

Michael Panse | CDU

Zur Info:
Wir haben für die Wahl zum Oberbürgermeister am 22. April alle sieben Kandidaten angeschrieben und fünf Fragen zu, unserer Meinung nach, studentenrelevanten Themen gestellt, die wir jetzt peu à peu veröffentlichen.

Heute stellt sich Michael Panse (CDU) unseren Fragen:

1. Preiswerter Wohnraum für Studenten ist in Erfurt sehr rar geworden. Die Mietpreise sind auf Grund der erhöhten Nachfrage angestiegen. Wie stehen Sie dazu und gibt es von Ihrer Seite aus Bestrebungen, das in Zukunft zu ändern?

Michael Panse: Ich hatte vorgeschlagen, die, gleich dem Campus gegenüberliegende Zahnklinik für studentisches Wohnen auszuschreiben. Die Stadtverwaltung ist diesem Vorschlag gefolgt. Was jetzt in diesem Zusammenhang von anderen Fraktionen noch für Aktionen gefahren werden, bezeichne ich als aufspringen auf den fahrenden Zug. Die früheren Wohnheime der Pädagogischen Hochschule am Vilnius sind ebenfalls als absolut geeignet anzusehen. Leider wurden die Immobilien zwischenzeitlich versteigert und bieten im Moment nur den Tauben, die durch die eingeschlagenen Scheiben hineinkommen eine trockene Unterkunft. An dieser Stelle werde ich als Oberbürgermeister, dem neuen Eigentümer diesen Umgang mit seinem Eigentum, zum Nachteil eines ganzen Wohngebietes nicht durchgehen lassen und Druck aufbauen. Es gibt im Erfurter Norden noch eine ganze Reihe von Gebieten, welche hervorragend für studentisches Wohnen geeignet sind und in dieser Richtung ausgeschrieben werden sollten.

 

2. Dieses Jahr wurde der einmalige Studienzuschuss mit sofortiger Wirkung vom Stadtrat aufgehoben. Das war ein zusätzlicher Anreiz für nicht aus Erfurt stammende Studenten, ihren Hauptwohnsitz in Erfurt anzumelden. Das Stadtmarketing Erfurt (die Erfurt Tourismus und Marketing GmbH)  wirbt mit dem Slogan “Hochschule findet Stadt”. Außerdem sind in Erfurt gemeldete Studenten für die Kommunalwahlen berechtigt. Wie stehen Sie dazu und würden Sie diesen Zuschuss wieder einführen?

Michael Panse: Die CDU Stadtratsfraktion hat bereits gegen die Änderung in die Einmalzahlung gestimmt. Die nun von rot/rot/grün beschlossene Komplettstreichung haben wir natürlich auch abgelehnt. Die Sparzwänge erkennen wir als Argument nicht an, da die städtischen Einnahmen, welche durch die sogenannte pro Kopf Pauschale vom Land entstehen, selbst die Ausgaben für den alten, wesentlich teureren Semesterzuschuss bei Weitem übersteigen. Ich bin weiterhin der Ansicht, dass sich die jungen Leute in Erfurt heimisch fühlen sollen und insofern auch hier von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollten. Ein wesentlicher Teil meiner erklärten Stadtpolitik ist das Ziel, das sich unsere Gäste, auch die längeren Gäste, in unserer Stadt wohlfühlen und das auch in die Welt hinaustragen.

 

3. Viele Studenten sind mit dem Fahrrad unterwegs. Nun gilt Erfurt immer noch als sehr “Fahrradunfreundlich”. Radwege sind Mangelware und werden sogar teilweise von Autos zugeparkt. Welche Pläne verfolgen Sie in der Hinsicht und fahren Sie selbst Rad in Erfurt?

Michael Panse: Ich fahre gern aber leider auch viel zu wenig Rad. Was wir in den letzten 20 Jahren an neuen Radwegen gebaut haben ist, denke ich, schon beachtlich. Natürlich sind wir längst nicht auf dem Niveau der “alten Bundesländer” und haben auch in den kommenden Jahren noch vieles zu tun. Sie verfolgen ja sicher seit Jahren den beabsichtigten Radwegebau oder Nichtbau in der Nordhäuser Straße. Welche Probleme im sprichwörtlichen Detail stecken, merken Sie meistens erst, wenn Sie damit anfangen. Ich bin jedoch guter Dinge, dass wenn alle Widrigkeiten aus dem Weg geräumt sind, die finanzielle Einordnung dieses wichtigen Radweges in großer Einigkeit im Stadtrat erfolgen wird. Ich denke, dass die Radfahrer in unserer Stadt eine bessere Lobby, auch in der CDU haben, als uns die Grüne Partei gern erzählt. Das Radfahren ist eine hervorragende Chance, die entstehenden Umweltbelastungen gegenüber dem KFZ zu verringern und wird von uns auch begrüßt und gefördert. Aber wir betrachten das Rad nicht als das einzige Element. Auch der ÖPNV leistet einen hohen Beitrag zum Umweltschutz und wir bezuschussen, auch das Semesterticket, die Fahrscheine in jedem Jahr mit vielen Millionen Euro.

 

4. Das SZ Engelsburg e.V. bietet den Studenten eine Reihe verschiedenster kultureller Angebote. Die Palette reicht von Parties, Konzerte über Lesungen, Theater und auch Kinoabende. Für fast alle Veranstaltungen bezahlen Studierende einen ermäßigten Preis oder sogar gar keinen Eintritt. Wie würden Sie studentische Kultur fördern und haben Sie konkrete Ideen, wie Sie das kulturelle Angebot Erfurts bereichern können?

Michael Panse: Mit Ihrer Frage meinen Sie vermutlich nicht, wie ich das kulturelle Angebot Erfurts bereichern kann, da ich weder ein Instrument spiele, noch schauspielerisch talentiert bin. Aber Spaß beiseite. Ich denke, dass wir den Studierenden mit dem langfristigen Mietvertrag zur Engelsburg, zu vernünftigen Konditionen, den Grundstein dafür gelegt haben, dass sich studentisches Leben mit einer eigenständigen Kultur in unserer Stadt entwickeln kann. Die vielen kulturellen Veranstaltungen in der Engelsburg die auch gern von den Erfurtern besucht werden sind ein Beispiel wie die Studierenden mit der Bevölkerung zusammenfinden. Diese guten Ansätze sind auszubauen und ich verspreche Ihnen, dass ich als Oberbürgermeister an den bestehenden Verträgen festhalte. Als weitere Chance für studentische Kultur in unserer Stadt sehe ich in einerzusätzlichen Nutzung der auf dem Campus neugebauten Turnhalle. Der Antrag meiner Fraktion sicherte den städtischen Anteil im Haushalt, wodurch dieser Bau erst möglich wurde. Neuen Ideen diesbezüglich stehe ich immer offen.

 

5. Die Stadt Weimar erhebt eine Kulturförderabgabe für Eintrittsentgelte. Diese beträgt bei einem Eintrittspreis von bis zu 15,00€ pro Karte 0,50€, die dann auf die Gäste umgelegt werden. Verfolgen Sie die Absicht, ähnliches auch in Erfurt einzuführen?

Michael Panse: Ich bin der Meinung, dass die Gebühren und Abgaben in unserer Stadt eine bedenkliche Höhe angenommen haben. Durch die rot/rot/grüne Kooperation (oder wie Sie das auch immer nennen wollen) wurde in Verbindung mit dem Haushalt die Bettensteuer eingeführt, die Gewerbesteuer erhöht und die Grundsteuer erhöht. Die KoWO wurde genauso zu einer Gewinnabgabe in den städtischen Haushalt gezwungen wie die Stadtwerke. Auch in diesen beiden Unternehmen ist das Gelddrucken nicht erlaubt. Sie werden diese zusätzlichen Gelder von ihren Kunden eintreiben müssen. Wir denken, dass das der falsche Weg ist und lehnen jegliche Erhöhung oder Neuerfindung von Gebühren und Abgaben ab.

Das Wahlprogramm von Michael Panse.

Webseite von Michael Panse: www.michael-panse.de

Zu guter Letzt macht am Donnerstag der derzeitige Oberbürgermeister Andreas Bausewein den Abschluss unserer Reihe.


5 Fragen aus der Engelsburg an:

Peter Brückner | Die Piraten | Vö 29.3.2012
Dr. Gerd Stübner | Freie Wähler e.V. | Vö 3.4.2012
Michael Menzel | Die Linke | Vö 5.4.2012
Thomas L. Kemmerich | FDP | Vö 10.4.2012
Kathrin Hoyer | Bündnis 90/Die Grünen | Vö 12.4.2012
Michael Panse | CDU | Vö 17.4.2012
Andreas Bausewein | SPD | Vö 19.4.2012

Weiterlesen...

Tags:, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Den April-”eburger” auch online lesen

» 13 April 2012 » In Blog, der eburger, In eigener Sache, SZ Engelsburg e.V. » Keine Kommentare

Jetzt endlich auch online erhältlich! Der neue “eburger” mit so interessanten Themen wie Flaschenbar-Eröffnung, Uni-K.u.M.-Schließung, neue Steinhaus-Karte, Caramba, Interview mit Professor Rüpke, Gutenberg-Gymnasium und so einiges mehr.

Viel Spaß beim Lesen …

Weiterlesen...

Tags:, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,