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Chapeau: MIKA VEMBER (Wien, AUT)

» 23 Februar 2012 » In Live, Veranstaltung » Kommentare

MIKA VEMBER (AT)

MIKA VEMBER (AT)

Chapeau - Kleinkunst im DuckDich – Eintritt frei!!!
Live: MIKA VEMBER (Singer/Songwriterin aus Wien, AUT)

„Just for once tell me, what I want to hear…”
Dieser Aufforderung kommt Mika Vember, 27, Singer-Songwriterin sowie Percussionistin bei Labelkollegin Clara Luzia, selbst nicht unbedingt nach.
Schon gar nicht, wenn es um die Lieder auf ihrem erstaunlich ausgereiften Solo-Debut “Now or Now“ (Asinella Records / Hoanzl) geht.
Da werden schon einmal unangenehme Fragen gestellt, es wird in ganz persönliche seelische sowie gesellschaftliche Abgründe geblickt. Stalker werden bloßgestellt („Lovers“), eine Frau versucht die eingeimpften Pseudowahrheiten ihrer Kindheit hinter sich zu lassen („Dancing Queen“). Die Dilemma-Dimension der Zwischenmenschlichkeiten ist allgegenwärtig („This is a love with a catch-22″).
Durch diese Nebel und Schatten zieht sich die Suche nach der Schönheit wie ein roter Faden. Und Schönheit findet sich, so hat Vember erkannt, immer da wo man sie am wenigsten vermutet hätte (“Beauty in unexpected places”). Die Arrangements sind selten dienlich, sondern fordern die Sängerin und Gitarristin heraus, treiben sie an, noch weiter zu gehen. Und doch weiß sie sich immer in Geborgenheit. Song für Song ist die Homogenität der musikalischen Seilschaft der Künstlerin zu spüren.
Mika Vembers eindringliche Stimme erkundet neugierig und forsch die verschiedensten Soundlandschaften: Mal taucht sie in Unterwasserwelten aus Piano und Gitarre („Sub Aqua“), mal klettert sie auf rotzig arrangierte Percussionberge, an denen E-Gitarrenfetzen vorbeiziehen. Und just in dem Moment, als man das rettende Akkordeon, oder gar eine Mundharmonika vernimmt und sich bereit macht, Mika Vember den Folk-Latz umzubinden – just in dem Moment packt sie ihr selbst gezimmertes Mund-Trompeten-Ensemble aus und schickt die Hörerin / den Hörer über einen Trauermarsch ins Alte Testament (Cain / Brother’s Keeper).
Doch keine Angst – am Ende wird alles gut: Mika Vember lässt ihre Stimme – eben noch von rumpelnden Beats gerüttelt und von Kontrabässen durchtönt – umgarnt von E-Bow-Gitarren auf vertrautem Gelände zur Ruhe kommen („I do“).
Hier wird Abwechslung geboten. Wie im richtigen Leben. Und das passiert immer jetzt. Oder Jetzt?
Ladies and Gentlemen: Mika Vember!

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Chapeau! “Hut ab!” heißt es an ausgewählten Donnerstagen im Café DuckDich, wenn dort nationale oder internationale Künstler in beschaulich-gemütlicher Atmosphäre ihr Publikum unterhalten. Egal, ob Acoustic-Konzert, Chanson, Theater oder Lesung – alles kann passieren! Und das Beste ist, es kostet keinen Eintritt! Jeder Gast darf so viel zahlen, wie er möchte. Es wird der Hut gereicht – war es großartig, darf es gern ein Schein sein – hat es nicht gefallen, dann eben weniger. Es braucht nicht viel… gute Musik, ein Publikum das zuhört und schon entstehen Momente, die einem das Herz erwärmen. Chapeau verzaubert Euch oder lässt den Drink wohliger schmecken. Probiert es aus, probieren kostet ja nichts!

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