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Saudi-Arabien – Touristen endlich willkommen

Viele waren von der Nachricht Ende September überrascht: Saudi-Arabien öffnet seine Pforten für Bürger aus 49 Staaten, darunter auch Deutschland. Doch ist nicht der Kulturaustausch der Grund dafür.

Saudi-Arabien erlaubte bislang nur Pilgern und Geschäftsreisenden die Einreise. Nun heißt das Königreich auch Touristen willkommen. Wie sich das mit der streng religiösen Weltanschauung verbinden lässt, ist ungewiss. Fest steht, dass Gebeco-Chef Ury Steinweg Touristen als wichtige Brückenbauer zwischen Kulturen und Menschen sieht. Seine Firma öffnete vielen Urlaubern den Weg in verschlossene Länder wie etwa China.

Saudi Arabien
Saudi Arabien

Er kennt sich aus mit autoritären Staaten. Saudi-Arabien ist aber nicht die Völkerverständigung sondern die alternative Einnahmequelle zum Öl wichtig. Deshalb bleiben für Besucher viele Fragen offen. Sie kommen in ein Land voller Widersprüche: Rigorose Religionsgesetze und Autokratie treffen auf antike Kulturrelikte, grandiose Wüstenlandschaften und alte Traditionen.

Einreisebedingungen

Der Visa-Antrag kann über die Seite www.visitsaudi.com gestellt werden. Das E-Visum kostet umgerechnet ca. 107 Euro. Inkludiert ist eine Krankenversicherung vor Ort. Die Einreiseerlaubnis wird jedem über 18 Jährigen mit gültigem Reisepass erteilt und ist 90 Tage gültig.

Tabus

Mekka und Medina sind Nicht-Muslimen nicht zugänglich und deshalb auch für Touristen gesperrt. Doch das saudische Königreich kann mit zahlreichen anderen sehenswerten Orten punkten, darunter auch Stätten, die der Unesco-Welterbeliste angehören. Dazu zählt etwa der Stadtkern der Handelsstadt Dschida, Al-Hasa oder die Felsengräber bei Mada’in Salih.

Kulturelle Differenzen

Spannend wird, wie die Saudis mit dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Lebensarten umgehen werden. Die Touristenkommission räumt potenzielle Hindernisse aus dem Weg. So dürfen Nicht-Verheiratete Touristen Paare im selben Zimmer übernachten, ohne ihren Beziehungsstatus offenzulegen. Das vor kurzem aufgehobene Frauenfahrverbot lässt jedoch noch die Frage offen, ob ausländische Frauen alleine ein Mietfahrzeug lenken dürfen, oder dazu männliche Begleitung erforderlich ist.

Zündstoff Kleiderordnung

Auch die Kleiderordnung beinhaltet reichlich Potential für Differenzen, denn vorgeschrieben ist für beide Geschlechter konservative Kleidung. Für Frauen bedeutet dies bedeckte Knie und Schultern und kein hautenger Schnitt. Die Abaya ist für Touristinnen nicht Pflicht. Ein tiefes Dekolleté geht nicht gegen den Dresscode, wird aber einem streng gläubigen Saudi sauer aufstoßen.

Alkohol

Das Mitbringen von Alkohol für den Eigenbedarf ist genau wie der Alkoholkonsum im gesamten Königreich strengstens verboten. Auch der Konsum von Drogen wird hart bestraft. Auch Glücksspiel ist verboten weiss das Arabische Magazin allvideoslots.com.

Fazit

Die Rahmenbedingungen für einen typischen Strandurlaub sind nicht gegeben. Insider Ury Steinweg sieht vorrangig Sudienreisende als Zielgruppe. Urlauber aus dem Westen werden seiner Meinung nach keine bedeutende Rolle im saudischen Plan spielen, die Wirtschaft mit Touristen zu diversifizieren.

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Drogen in Deutschland – Schmerzmittel sind eine unterschätzte Gefahr

Die USA haben ein massives Drogenproblem der ganz besonderen Art. Viele Patienten nach chirurgischen Eingriffen, nach Unfällen oder mit chronischen Schmerzen sind heute süchtig und drogenabhängig. Die ihnen verordneten Schmerzmittel haben sie süchtig gemacht, weil Ärzte zu leichtsinnig mit den Mitteln umgegangen sind und weil ihre Risiken systematisch verharmlost wurden. Die Folge sind tausendfache menschliche Tragödien, hohe Versorgungsaufwendungen von Krankenkassen und Kommunen sowie riesige USA-typische Schadenersatzprozesse. Stellt sich die Frage, ob uns in Deutschland auch eine Tragödie ähnlichen Ausmaßes drohen könnte.

Konsum rezeptfreier Schmerzmittel steigt

Davon ist bei uns zunächst nicht auszugehen, unterliegen die betroffenen Schmerzmittel einerseits doch strenger Verschreibungspflicht und andererseits ist nicht anzunehmen, dass die deutschen Ärzte in Kenntnis der amerikanischen Tragödie locker mit der Verordnung solcher Schmerzmittel umgehen werden. Aus Richtung von Opiaten und Opiat ähnlichen Schmerzmitteln droht in Deutschland also eher eine geringe Gefahr.

Anders sieht das schon bei weit verbreiteten legalen oder halb legalen Suchtmitteln aus. Zwar ist in den letzten Jahren der Konsum von Alkohol und Zigaretten auf allerdings sehr hohem Niveau etwas gesunken, Entwarnung kann bezüglich dieser legalen Suchtmittel jedoch noch lange nicht gegeben werden. Dafür wird immer noch viel zu viel getrunken und geraucht. Auch zeigt der aktuelle epidemiologische Suchtüberblick für Deutschland, der kürzlich unter Mitarbeit von Forschern aus dem Institut für Therapieforschung in München veröffentlicht wurde, zusätzlich gefährliche Entwicklungen auf.

So wird von einem gestiegenen Verbrauch von Cannabis und frei verkäuflichen Schmerzmitteln berichtet. Gut, die Entwicklung bei Cannabis konnte erwartet werden, nachdem in anderen Ländern der Umgang mit der Droge liberalisiert wurde.

Aber frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS, Paracetamol und Diclofenac? Wo liegt bei diesen Mitteln die Gefahr und das Suchtpotenzial? Klar ist, dass sie nicht zur klassischen Opiatsucht führen. Es ist aber auch bekannt, dass diese Mittel selbst Schmerzen, konkret Kopfschmerz auslösen können. Bei längerem Gebrauch können sie zu einem Arzneimittel induzierten Kopfschmerz führen, der auch durch die verstärkte Einnahme von Schmerzmitteln nicht zu beherrschen ist.

Im Gegenteil, jede Tablette mehr verstärkt den Kopfschmerz nur noch. Das setzt eine Spirale in Gang, die zu Abhängigkeit und immer höherem Schmerzmittelkonsum führen kann. Genaue Zahlen, wieviel Deutsche davon betroffen sind, gibt es nicht. Das Gefahrenpotenzial ist aber hoch, wenn berücksichtigt wird, dass mehrere Zehntausend Menschen in Deutschland täglich Schmerzmittel nehmen. Ähnlich Gefahren bergen Online Casinos weiss das Online Magazin casino-bonus24.net. Wer Online Casinos unbedingt testen will sollte den Casino Bonus ohne Einzahlung nutzen.

Fazit: Wir haben in Deutschland keine Suchtepidemie wie in den USA, die durch verschreibungspflichte Schmerzmittel ausgelöst wurde. Allerdings steigt auch bei uns der Verbrauch von Schmerzmitteln, was zu Sucht ähnlichen Gefahren führen kann, obwohl die Mittel überwiegend rezeptfrei erhältlich sind.

Quelle: Atzendorf, J et al. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 577-84. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0577