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Bei gebrauchten Macs der Modellbezeichnung nicht blind vertrauen

Wer beim Kauf eines Macs sparen will, der greift zu einem gebrauchten Modell. Eine gute Entscheidung, denn dadurch wird auch die Umwelt weniger belastet. Leider läuft so ein Verkauf aber nicht immer reibungslos ab, denn manche Verkäufer fotografieren zwar das Info-Fenster ab, allerdings müssen die hinterlegten Daten nicht zwingend richtig sein. Man kann es mit dem Kilometerstand eines Autos vergleichen, denn auch dieser lässt sich ohne großen Aufwand manipulieren.

In der Praxis bedeutet das: Man macht den Mac jünger und ruft daraufhin einen höheren Preis aus. Das Problem ist, dass die Manipulation nicht so einfach aufgedeckt werden kann.

Man muss nur die richtigen Dateien öffnen

Ist einem die installierte OS-Version für den Verkauf zu alt, dann greifen Kriminelle zur Datei „SystemVersion.plist“ (früher „System.plist“). Diese hat Informationen zum Betriebssystem abgespeichert, die einfach abgeändert werden können. In Handumdrehen wird also das „alte“ OS durch ein neueres ersetzt.

Der Jahrgang des Macs spielt beim Verkauf ebenfalls eine große Rolle. Für Gauner kein Problem, denn sie öffnen einfach die Datei „com.apple.SystemProfiler.plist“, die sich im Bibliotheksordner unter „Preferences“ befindet. Nach einer entsprechenden Änderung wird aus 2013 schnell mal das Jahr 2017.

Manche werden jetzt wahrscheinlich an die Seriennummer denken. Nicht verkehrt, allerdings ist auch sie kein Garant für die Offenbarung des richtigen Alters. Das liegt daran, weil auch sie manipuliert werden kann. „Schuld“ ist die Datei „SPInfo.strings“, die im Unterordner „/Contents/Resources/German.lproj/“ zu finden ist (in den Paketinhalten der „Systeminformationen“-App).

Alles nur fürs Auge

Natürlich sind solche Veränderungen rein kosmetischer Natur. Doch genau dieses „Schlupfloch“ ist für Kriminelle ein gefundenes Fressen, um für einen älteren Mac mehr Geld verlangen zu können.

Opfer sind die Käufer, die auf die Schnelle auch nichts dagegen tun können. Vor allem, wenn das Gerät im Internet gekauft wurde. Erst nach dem Kauf kann man den Apple-PC zurücksetzen und prüfen, ob die Angaben im Inserat gestimmt haben. Tipp: Man sollte dem Verkäufer Fragen stellen beziehungsweise nur bei seriösen Verkäufern/Plattformen kaufen. Mittlerweile gibt es viele davon, die sich auf gebrauchte Produkte spezialisiert haben.

Man sollte Abstand von solchen Manipulationen nehmen

Auch wenn es sehr einfach ist, so eine Manipulation verschafft einem nur Ärger. Viele werden nämlich den Betrug merken und wollen dann ihr Geld zurück. Stellt man sich quer, dann ist der Gang zur Polizei nicht selten. Und da auch der Verkäufer Angaben zu seiner Person machen muss (zum Beispiel bei einem Paket, an dem eine Absenderadresse drauf sein muss), ist es auch mit der Anonymität so eine Sache. Deshalb ist es immer besser bei der Wahrheit zu bleiben, auch wenn es weniger Geld bringt.

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