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Drogen in Deutschland – Schmerzmittel sind eine unterschätzte Gefahr

Die USA haben ein massives Drogenproblem der ganz besonderen Art. Viele Patienten nach chirurgischen Eingriffen, nach Unfällen oder mit chronischen Schmerzen sind heute süchtig und drogenabhängig. Die ihnen verordneten Schmerzmittel haben sie süchtig gemacht, weil Ärzte zu leichtsinnig mit den Mitteln umgegangen sind und weil ihre Risiken systematisch verharmlost wurden. Die Folge sind tausendfache menschliche Tragödien, hohe Versorgungsaufwendungen von Krankenkassen und Kommunen sowie riesige USA-typische Schadenersatzprozesse. Stellt sich die Frage, ob uns in Deutschland auch eine Tragödie ähnlichen Ausmaßes drohen könnte.

Konsum rezeptfreier Schmerzmittel steigt

Davon ist bei uns zunächst nicht auszugehen, unterliegen die betroffenen Schmerzmittel einerseits doch strenger Verschreibungspflicht und andererseits ist nicht anzunehmen, dass die deutschen Ärzte in Kenntnis der amerikanischen Tragödie locker mit der Verordnung solcher Schmerzmittel umgehen werden. Aus Richtung von Opiaten und Opiat ähnlichen Schmerzmitteln droht in Deutschland also eher eine geringe Gefahr.

Anders sieht das schon bei weit verbreiteten legalen oder halb legalen Suchtmitteln aus. Zwar ist in den letzten Jahren der Konsum von Alkohol und Zigaretten auf allerdings sehr hohem Niveau etwas gesunken, Entwarnung kann bezüglich dieser legalen Suchtmittel jedoch noch lange nicht gegeben werden. Dafür wird immer noch viel zu viel getrunken und geraucht. Auch zeigt der aktuelle epidemiologische Suchtüberblick für Deutschland, der kürzlich unter Mitarbeit von Forschern aus dem Institut für Therapieforschung in München veröffentlicht wurde, zusätzlich gefährliche Entwicklungen auf.

So wird von einem gestiegenen Verbrauch von Cannabis und frei verkäuflichen Schmerzmitteln berichtet. Gut, die Entwicklung bei Cannabis konnte erwartet werden, nachdem in anderen Ländern der Umgang mit der Droge liberalisiert wurde.

Aber frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS, Paracetamol und Diclofenac? Wo liegt bei diesen Mitteln die Gefahr und das Suchtpotenzial? Klar ist, dass sie nicht zur klassischen Opiatsucht führen. Es ist aber auch bekannt, dass diese Mittel selbst Schmerzen, konkret Kopfschmerz auslösen können. Bei längerem Gebrauch können sie zu einem Arzneimittel induzierten Kopfschmerz führen, der auch durch die verstärkte Einnahme von Schmerzmitteln nicht zu beherrschen ist.

Im Gegenteil, jede Tablette mehr verstärkt den Kopfschmerz nur noch. Das setzt eine Spirale in Gang, die zu Abhängigkeit und immer höherem Schmerzmittelkonsum führen kann. Genaue Zahlen, wieviel Deutsche davon betroffen sind, gibt es nicht. Das Gefahrenpotenzial ist aber hoch, wenn berücksichtigt wird, dass mehrere Zehntausend Menschen in Deutschland täglich Schmerzmittel nehmen. Ähnlich Gefahren bergen Online Casinos weiss das Online Magazin casino-bonus24.net. Wer Online Casinos unbedingt testen will sollte den Casino Bonus ohne Einzahlung nutzen.

Fazit: Wir haben in Deutschland keine Suchtepidemie wie in den USA, die durch verschreibungspflichte Schmerzmittel ausgelöst wurde. Allerdings steigt auch bei uns der Verbrauch von Schmerzmitteln, was zu Sucht ähnlichen Gefahren führen kann, obwohl die Mittel überwiegend rezeptfrei erhältlich sind.

Quelle: Atzendorf, J et al. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 577-84. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0577

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