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Minikredite – die Lösung bei schnellem und geringerem Finanzierungsbedarf

Im Bankbereich gibt es mittlerweile für nahezu jeden Finanzierungsanlass den passenden Kredit. Trotzdem ist das Angebot noch nicht so umfassend, dass es nicht einige Spezialanbieter geben würde, die in manchen Bereichen eine Lücke füllen. Ein klassisches Beispiel sind die aktuell durchaus gefragten Minikredite. Diese werden in der Regel nicht von gewöhnlichen Banken, sondern speziellen Minikreditanbietern offeriert. Wir möchten Ihnen im folgenden Beitrag erläutern, worum es sich bei den Minikrediten handelt und wodurch sich diese auszeichnen können.

Standardkredite der Banken: Dispositionskredit und Ratenkredit als Alternativen

Wenn es um Finanzierungen im Konsumbereich geht, finden sich bei den meisten Banken in erster Linie zwei Alternativen. Es handelt sich dabei um den Dispositionskredit, der als Kreditlinie auf dem Girokonto zur Verfügung gestellt wird, sowie um den Ratenkredit. Mitunter werden zusätzlich auch noch Rahmen- oder Abrufkredite angeboten, sodass Privatkunden im Konsumbereich meistens maximal vier Finanzierungsalternativen zur Auswahl haben.

Rahmen-, Abruf- und Ratenkredite werden allerdings meistens erst ab Mindestdarlehenssumme bzw. Kreditlinien von 3.000 Euro eingeräumt. Somit können Kunden, die einen geringeren Kredit aufnehmen wollen, meistens nur auf den Dispositionskredit zurückgreifen. Doch was passiert, wenn die Kreditlinie bereits ausgeschöpft ist oder die Bonität des Kunden nicht ausreicht, um eine Kreditlinie auf dem Girokonto zu erhalten? In diesen Fällen und in anderen Situationen könnte der Minikredit durchaus die passende Lösung sein.

Worum handelt es sich beim Minikredit?

Wie der Name bereits vermuten lässt, zeichnen sich Minikredite dadurch aus, dass sie über relativ geringe Darlehenssummen laufen. Für gewöhnlich bewegen sich die Kreditsummen, die von den entsprechenden Minikreditanbietern genehmigt und ausgezahlt werden, im Bereich zwischen 100 und 1.000 Euro. Seitens der Spezialanbieter werden die Minikredite auf normalem Wege ausgezahlt, also auf das Girokonto des Kunden überwiesen. Allerdings gibt es – auch aufgrund der geringen Darlehenssumme – keine längeren Laufzeiten wie beim Ratenkredit, sondern für gewöhnlich müssen die Kreditnehmer die Minikredite innerhalb von ein bis drei Monaten wieder zurückzahlen.

Welche Konditionen sind für Minikredite typisch?

Die Konditionen sind in manchen Bereichen bei den Minikrediten mit denen klassischer Ratenkredite zu vergleichen. So muss der Kreditnehmer natürlich auch bei Minikrediten Zinsen zahlen, wobei der Zinssatz für gewöhnlich zwar teurer als der von Ratenkrediten, dafür aber durchaus manchmal günstiger als der Sollzins bei Dispositionskrediten ist. Allerdings können Minikredite trotzdem deutlich teurer werden, nämlich dann, wenn der Kreditnehmer eine der oftmals angebotenen Zusatzoptionen in Anspruch nimmt. Diese beziehen sich in aller Regel auf die Schnelligkeit der Leistung, die der Minikreditanbieter offeriert. Typische kostenpflichtige Optionen, die Sie so oder ähnlich bei vielen Minikreditanbietern vorfinden, sind zum Beispiel:

  • Express-Bearbeitung
  • Express-Auszahlung
  • Mehr-Raten-Option

Bei der Express-Auszahlung bzw. Express-Abwicklung geht es vor allem darum, dass der Zeitraum zwischen Beantragung des Minikredites und der Auszahlung der Kreditsumme deutlich geringer ist, als wenn Sie die kostenlose Standardvariante wählen. So kann es durchaus passieren, dass zwischen Beantragung und Auszahlung mehr als 15 Tage vergehen. Natürlich möchten die Minikreditanbieter über diese kostenpflichtige Option, bei der zwischen Beantragung und Auszahlung vielleicht nur fünf Tage liegen, dazu animieren, diese in Anspruch zu nehmen. Ähnlich stellt sich die Situation mit der sogenannten Mehr-Raten-Option dar. Für gewöhnlich müssen Sie den Minikredit nämlich nach 30 bis maximal 60 Tagen zurückzahlen. Möchten Sie hingegen etwas mehr Zeit haben, stellen manche Anbieter eben die kostenpflichtige Mehr-Raten-Option zur Verfügung.

In welchen Situationen ist ein Minikredit sinnvoll?

Es gibt durchaus mehrere Gründe, warum die Beantragung und Aufnahme eines Minikredites eine sinnvolle Finanzierungsalternative darstellen kann. Ein Grund besteht nicht selten darin, dass der vorhandene Dispositionskredit bereits ausgeschöpft ist, sodass keine Kreditlinie bei der Bank mehr vorhanden ist. Wenn dann Kapitalbedarf zwischen wenigen Hundert und 1.000 Euro besteht, ist der Minikredit fast die einzige Alternative. Ratenkredite werden nämlich normalerweise erst ab 3.000 Euro angeboten, und sogar Kleinkrediten sind in der Regel nicht passend, weil die Mindestdarlehenssumme auch dort für gewöhnlich 1.000 Euro beträgt. Hat der Kreditsuchende eine Kreditkarte, kann er dort zwar ein eventuell noch freies Limit auf dem Kreditkartenkonto nutzen, allerdings sind die Kosten dort in aller Regel höher als bei Minikrediten.

Eine weitere Möglichkeit, wann der Minikredit eine passende Alternative sein kann, trifft dann zu, wenn der Kreditnehmer einen negativen Eintrag in der Schufa hat. In diesem Fall vergeben Banken nämlich weder Ratenkredite noch wird ein Dispositionskredit eingeräumt. Die andere Alternative wären theoretisch Kredite ohne Schufa, nur werden diese wiederum selten für Kreditsummen zwischen 100 und 1.000 Euro vergeben. Hinzu kommt, dass die Bonitätsprüfung bei Minikrediten nicht ganz so streng wie bei typischen Bankkrediten ist, sodass mitunter auch bei einem negativen Schufa-Eintrag die Chance besteht, diesen Kleinstkredit zu erhalten.

Da der Minikredit mitunter günstiger als der Dispositionskredit ist, kann ein weiterer Grund für die Nutzung darin bestehen, dass Sie nur sehr kurzfristigen Finanzierungsbedarf haben, aber bereits wissen, dass Sie den Darlehensbetrag schon nach einem Monat – beispielsweise durch das nächste Gehalt – zurückzahlen können. Dann ist es wirtschaftlich sogar sinnvoller, wenn Sie den Minikredit beispielsweise zu Zinsen von 8,9 Prozent bekommen, statt den Dispositionskredit mit einem Dispozins in Höhe von 11,2 Prozent in Anspruch zu nehmen.

In der Übersicht sind es die folgenden Gründe, aus denen manche Kreditnehmer sich für den Minikredit entscheiden:

  • Minikredit wird mitunter auch bei negativer Schufa vergeben
  • Häufiger geringere Kosten als beim Dispositionskredit
  • Eher bei sehr kurzfristigem Kapitalbedarf geeignet
  • Kreditlinie bei der Bank bereits ausgeschöpft

Wer kann einen Minikredit erhalten?

Ein Grund für die Beliebtheit der Minikredite besteht sicherlich auch darin, dass die Kundengruppen, die einen solchen Kredit erhalten, etwas breiter gestreut sind, als es beim gewöhnlichen Ratenkredit der Bank der Fall wäre. Somit haben neben in in Vollzeit abhängig Beschäftigten und Freiberuflern mitunter auch die folgenden Personengruppen die Chance, auf diesem Weg eine Finanzierung in Anspruch nehmen zu können:

  • Geringverdiener
  • Studenten
  • Auszubildende
  • Hausfrau
  • Arbeitslose

Sollte die Bonität des Antragstellers nicht ausreichen, gibt es bei manchen Minikredit-Anbietern auch die Möglichkeit, eine Sicherheit zu stellen. Dabei kann es sich zumeist um eine Bürgschaft handeln, die dann dazu führt, dass der Kreditantrag genehmigt werden kann. Wie bereits angesprochen, muss nicht zwingend bei allen Minikreditanbietern ein eine saubere Schufa existieren. Die Vorgaben sind hier durchaus unterschiedlich, sodass ein Vergleich der Anbieter ohnehin sinnvoll ist.

Wer bietet aktuell Minikredite an?

Wenn Sie einen Minikredit Vergleich durchführen möchten, ist es natürlich sinnvoll, die aktuellen Anbieter zu kennen. Wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich dabei in aller Regel um Spezialanbieter und nicht um gewöhnliche Banken. Zu den bekanntesten Minikreditanbietern zählen aktuell insbesondere:

  • Cashper
  • Vexcash
  • Ferratum
  • Cashpresso

Der Antragsprozess ist im Grunde bei allen genannten Anbietern gleich. Zunächst einmal registrieren Sie sich bzw. führen eine Anmeldung durch. Anschließend füllen Sie ein Online-Formular aus, welches vor allem die Eckdaten zum gewünschten Darlehen beinhaltet, wie zum Beispiel Darlehensbetrag und Laufzeit. Mitunter müssen Sie noch einige Unterlagen einsenden und anschließend erhalten Sie vom Minikreditanbieter eine Entscheidung mitgeteilt, ob der Kredit genehmigt oder nicht. Ist dies der Fall, müssen Sie sich legitimieren, den Kreditvertrag unterschreiben und anschließend erhalten Sie die vereinbarte Darlehenssumme auf Ihr Girokonto überwiesen. Danach müssen Sie nur noch die Rückzahlung nebst Zinsen vornehmen, sodass der Minikredit anschließend erledigt ist.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Minikredite durchaus eine flexible Finanzierungsalternative für Kreditsuchende sind, die relativ geringen Kapitalbedarf haben und wissen, dass sie das Darlehen schon in ein bis drei Monaten zurückzahlen können. Mitunter ist der Minikredit günstiger als der Dispositionskredit, sodass er sich insbesondere dann lohnen kann, wenn der Dispokredit noch nicht ausgeschöpft ist, um so etwas Kosten einzusparen.

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